Verkehr



Die nordrheinwestfälische und die Mönchengladbacher Verkehrspolitik investiert seit Jahren in die falschen Kanäle. Milliarden Euro versinken in Prestigeprojekten, der Flächenverbrauch durch Straßenbau bleibt enorm hoch. Gleichzeitig ist zu wenig Geld vorhanden, um Schlaglöcher in Straßen und Risse in Brücken in unserer Stadt und in ganz Nordrhein-Westfalen zu reparieren. Immer mehr Bahnstrecken werden stillgelegt. Insbesondere nach diesem harten Winter dürfte jeder schon den desolaten Zustand der Straßen in unserer Stadt, ob nun städtische, Landes- bzw. Bundesstraßen sind, festgestellt haben. Eine kurzfristige und vernünftig durchgeführte Instandsetzung ist nicht in Sicht. Meist nur notdürftig etwas geflickt, um Schadensersatzklagen gegen die Stadt aus dem Wege zu gehen. In gleichem Atemzug bereitete man sich auf die neu zu errichtende L19n, die durch unsere Stadt abermals eine Schneise des Asphalts ziehen wird.

L19n:

In Mönchengladbach gibt es sicherlich hoch belastete Straßenzüge (Odenkirchen, Rheydt, Mönchengladbach) doch hier muss man sagen, Umgehungsstraßen schaffen nicht immer den erwünschten Erfolg. Die L19n soll Verkehre aus den belasteten Gebieten in Odenkirchen, Geneicken und Ruckes angeblich wegführen und so die Stadtteile lebenswerter machen. Weniger Verkehr, weniger Lärm, weniger gesundheitliche Beeinträchtigung Ihrer Bewohner. Das sind alles sicherlich lobenswerte Ziele.

Die Verkehrsströme, die diese Ortsteile belasten, sind innerstädtische Berufs- und Einkaufsverkehre. Bewohner aus den jeweiligen Stadtteilen möchten in die beiden Zentren der Stadt, Rheydt und Mönchengladbach.
Es bleibt den Betroffenen ein Rätsel, wieso dann eine Straße benötigt wird, die die Verkehre in den Osten der Stadt führt, wo diese gar nicht hin wollen.
Dementsprechend kann diese Straße keine Lösung für die bestehenden Probleme dieser Ortsteile sein.
In diese Straße werden zukünftig Verkehre eingeleitet, die keine Stadtverkehre sind.

  • Sie wird 2017 Verkehre (LKW und PKW aus den Autobahnen A 46, A44 und A61) aus Richtung Aachen aufnehmen und auf direktem Wege durch Wohngebiet, in denen heute „30er Zonen“ oder Spielstraßen sind, in Richtung Düsseldorf, Ruhrgebiet und Niederländische Grenze leiten.

  • Wer schon mal auf der A40 durch das Ruhrgebiet gefahren ist, kann sich lebhaft vorstellen, was auf unsere Wohngebiete zukommen wird.

  • Sie führt mitten durch eine gewachsene Struktur mehrerer ruhiger Wohn- und Naherholungsgebiete von örtlicher (Dohrer Busch, Tackhütter Broich) bzw. überörtlicher Bedeutung (Schloss Rheydt).

  • Diese Straße bringt keine Lösungen, sondern neue Probleme! In bisher ruhigen Wohngegenden nimmt der Lärm zu. Unberührte Landstriche werden versiegelt und zerschnitten, die Schadstoffbelastung nimmt zu. Auch Studien haben bewiesen, dass viele Ortsumfahrungen keine Entlastung für die Orte darstellen.

  • Hinzu kommt, dass diese Straße keine Entlastung für die belasteten Gebiete ist, denn es wird weniger Verkehr um Odenkirchen, Geneicken und Ruckes herum geleitet werden als erhofft. Der Hauptgrund ist, dass in vielen Fällen die Fahrt im Ort beginnt oder dort endet. Das heißt, die Umgehungsstraße nimmt nur Durchgangsverkehr auf. Die Fahrten von und nach Norden werden weiter durch den Ort verlaufen. Und genau den wollen wir nicht!


Zur Lösung von Verkehrsproblemen sind Strategien nötig, die alle Verkehrsträger sinnvoll verbinden. Oberste Ziele einer solchen Politik müssen die Vermeidung von Verkehr und die Minderung des Flächenverbrauchs sein. Radfahren und zu Fuß gehen muss gefördert werden, ebenso wie die öffentlichen Verkehrsmittel.

Deshalb plädiert auch der BUND für die "Stadt der kurzen Wege". Arbeitsplätze, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten in Wohnungsnähe vermeiden unnötigen Verkehr.

Ortsumfahrungen nur wenn unter anderem...

  • alle Möglichkeiten zur Vermeidung, Verlagerung und Beruhigung ausgeschöpft sind
  • der Verkehr in der Ortsdurchfahrt um mindestens ein Drittel reduziert wird
  • die Lärmbelastung an der Ortsdurchfahrt um mindestens ein Drittel reduziert wird
  • die neue Straße keinen zusätzlichen Verkehr auslöst


Ritterstrasse / Schloss Rheydt
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Niersauen
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Dohrer Busch
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Neubaugebiet Eierberg
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Naturdenkmal Galgenberg
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Kamphausener Höhe
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Sasserath / Kölner Strasse
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Schrödter Feld
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Tackhütter Broich
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Trimpelshütte
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Waldstück Bahner
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Sehen Sie oben einige Impressionen aus der noch erhaltenen Landschaft entlang der geplanten Trasse der L 19n.

Mehr Bilder und Erläuterungen dazu finden Sie auch in der Rubrik "Landschaft" im Menü an der Kopfzeile dieser Seite oder hier.
Bügerinitiative Nein-L19
www.nein-l19.de