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Flächenverbrauch in Nordrhein-Westfalen und Mönchengladbach:

Flächenverbrauch ist der Zuwachs der Siedlungs- und Verkehrsflächen. Im Zeitraum 1995 bis 2005 legten vor allem die ländlichen Gemeinden an Siedlungs- und Verkehrsfläche zu. Der Flächenverbrauch findet außerhalb der Siedlungskerne statt.
Also auch in unserer Stadt, die als Schlafstadt von Düsseldorf und Köln dient, wo viele Menschen Ihren Lebensunterhalt verdienen.

Die folgende Karte zeigt, dass die Stadt Mönchengladbach in den letzen Jahren ein enormen Flächenverbrauch zu verzeichnen hat, was um so fataler wirkt, wenn man weiß, dass unsere Stadt in ihren Einwohnerzahlen extrem rückläufig sind.

§  Bis auf drei Gemeinden, haben alle Kommunen in NRW ihre Siedlungs- und Verkehrsfläche gesteigert, haben also Fläche verbraucht.

§  Höheren Flächenverbrauch hatten die Gemeinden im Umland der Ballungsräume (nördlich des Ruhrgebietes, westlich von Düsseldorf, westlich und südlich von Köln) und die Kernstädte Münster und Paderborn mit ihrem Umland sowie im Umland von Münster und Paderborn).


Bei Klick auf Bild wird dieses als PDF-Datei geöffnet.

 

 

 

 

Auch der Umweltminister des Landes Nordrhein-Westfalen fordert:

 

„Wir benötigen einen neuen Schutz der unbebauten Landschaft, den wir nur im Dialog mit den Beteiligten erreichen können. Die „Allianz für die Fläche“, die ich im Mai 2006 begründet habe, ist Teil des Dialogs. Hier arbeiten wir mit Vertretern der kommunalen Spitzenverbände und Fachleuten aus unterschiedlichen Institutionen und Disziplinen eng zusammen. Wir sind auf einem guten Weg im Sinne einer nachhaltigen und sparsamen Flächenpolitik.“

 

Mehr Infos zu diesem Thema finden Sie hier...

 

Dieses Projekt scheint sich bis Mönchengladbach noch nicht herumgesprochen zu haben!

 

 

Folgen:

Am Ende sind auch Städte und Dörfer die Verlierer!

 

Bisher galt: Mehr Einwohner bedeuten mehr Steuereinnahmen und sie sichern damit die kommunalen Finanzen. Dieser Logik folgend wurden – und werden immer noch – neue Wohngebiete erschlossen. Auch werden immer wieder breitere, gut ausgebaute neue Straßen in Gebieten erschlossen, die derzeit zusammenhängende Rückzugsgebiete für die Tierwelt darstellen. Aber auch als Naherholungsgebiete für seine Bewohner dienen, teilweise mit überörtlicher Bedeutung! Hier sei nur das Naturschutzgebiet um Schloss Rheydt mit den angrenzenden Naturschutzgebieten Hoppbroich und Volksgarten Bungtwald erwähnt.

 

Doch neue Forschungsergebnisse mahnen zur Vorsicht. Der demographische Wandel wird mittel- und langfristig in nahezu allen Städten und Gemeinden des Landes zu erheblichen Bevölkerungsrückgängen führen. Sowohl technische Infrastrukturen wie z. B. Abwasserkanäle als auch soziale Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen werden nicht mehr ausgelastet sein. Vor allem aufgelockerte Wohngebiete in Außenlagen können dann für die Kommunen zur Kostenfalle werden. In Mönchengladbach deutet sich dies bereits an.

 

Nun stellt sich die Frage, wie will die Stadt damit umgehen, um in dem Wettbewerb der Städte um Einwohner mithalten zu können?

 

Bestimmt nicht mit Ihrer bisherigen Verkehrspolitik:

 

  • Zerschneidung von Erholungsgebieten,
  • Isolation von Stadtteilen
  • Ausgrenzung von Stadtteilen mit den Stadtzentren
  • Ausgrenzung der wachsenden älteren Bevölkerung von ärztlicher Versorgung,  
  • städtischer Verwaltung, Altenheimen, Nahversorgung
  • mögliche Zerstörung von Bodendenkmälern
  • mögliche Zerstörung von Naturdenkmälern

Was die Stadt braucht:

  • ist eine Stadt der kurzen Wege
  • ein gut ausgebautes ÖPNV-Wegenetz
  • Naherholungsgebiete, die die Stadt liebens- und lebenswert machen
  • Kulturell Angebote

§  Es gab mal Zeiten, da warb die Stadt mit dem Slogan:
„Mönchengladbach, die Stadt im Grünen“
lang, lang ist es her….